Episode #017 „REDESINN“

Shownotes

Es gibt Menschen, die gestalten Momente. Und es gibt Menschen, die gestalten Erinnerungen. Nina gehört zu den seltenen Stimmen, die beides können…

Seit 2018 begleitet sie Paare am schönsten Tag ihres Lebens – und Familien in ihren schwersten Stunden. Sie ist freie Rednerin aus Lindau, Mutter von vier Kindern, ausgebildet in der Sterne-Hotellerie – und heute eine der gefragtesten Trau- und Trauerredner*innen im Dreiländereck rund um den Bodensee…

Wenn Nina spricht, fühlt man sich angesprochen. Sie hat ein feines Gespür für Menschen, Beziehungen und Stimmungen. Sie gibt Worten Gewicht, ohne sie schwer zu machen. Für sie ist jede Trauung ein kleines Wunder. Jede Abschiedsfeier ein großer Akt der Menschlichkeit. Und hinter allem steht ein Satz, den man sofort versteht, wenn man ihr begegnet: „Liebe ist Liebe. Und jeder Mensch verdient Worte, die ihn tragen“…

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00:00:17: Ihr Lieben, neue Ausgabe von Harald Sucht den Sinn, heute mit Nina Erle.

00:00:26: Nina ist Freiredenerin, sie ist Wortgeberin, Begleitstimme, Hotelfachfrau und Podcasthost.

00:00:39: Und wir gehen heute gemeinsam auf die Suche nach dem Redesinn.

00:00:45: Nina.

00:00:46: Jetzt grüße ich dich erst mal.

00:00:48: Ja, guten Morgen.

00:00:50: Schön, dich zu sehen und schön, dass wir es hier so gemütlich haben, wenn ich nach draußen schaue.

00:00:54: Heute regnet es wie in Strömen.

00:00:56: Genau.

00:00:57: Bist du

00:00:58: gemütlich?

00:00:58: Ja, nicht.

00:00:59: Hier ist gemütlich.

00:01:01: Umso gemütlicher.

00:01:02: Hier drin gehst du uns gut.

00:01:04: Sehr?

00:01:04: So ist es.

00:01:05: Du.

00:01:06: Jetzt hatte ich es ja schon angekündigt eben.

00:01:08: Du bist Rednerin.

00:01:10: Genau.

00:01:11: Ist eigentlich eine faszinierende Geschichte.

00:01:14: Wie kommt man dann dazu, Rednerin zu werden?

00:01:17: Das sind zwei paar Stiefel.

00:01:18: Wie kommt man dazu und wie wird man es?

00:01:22: Ich versuche mich kurz zu halten.

00:01:24: Als ich die Idee vor gut sieben Jahren, also ich bin im verflixen sieben Jahr, die Idee hatte durch Zufall, weil mich immer wieder freundlich gefragt haben, Nina, du kennst doch so viele.

00:01:33: Gibt es nicht jemand, der uns eine freie Traum machen könnte?

00:01:37: Und ich habe überlegt, habe meine Freunde gefragt, habe meine Kollegen gefragt, und es gab tatsächlich in dieser Zeit kaum jemanden.

00:01:44: Und wenn es jemand war, eher ein pensionierter Pfarrer, also ich sage mal, jugendlich frisch war da jetzt wenig unterwegs.

00:01:52: Damals war ich nur jugendlich frisch.

00:01:54: Und dann habe ich echt ganz agrischisiert, was muss man werden, was muss man machen, was muss man tun, wie funktioniert das ganze System, weil ich es spannend fand.

00:02:01: Hab's dann bei Freunden auf Hochzeiten, also nach Abspray natürlich gesagt, hey, ist okay, wenn ich euch als Freundin eine kleine Rede schreibe, hab dann die Hochzeitsaison genutzt und wurde daraufhin von Freunden angfragt und gebucht.

00:02:14: Hab dann beschlossene Homepage zu machen, weil innerhalb von drei Monaten ausgebucht fürs Folgejahr.

00:02:19: Und das ist die ganze Erfolgsgeschichte.

00:02:21: Damals gab's aber auch noch nicht so viele Agenturen, die diese Coachings und Weiterbildungen angeboten haben, weil heute Bildet gefühlt jeder aus.

00:02:30: Und die Corona-Welle war natürlich perfekt dafür, dass ganz viele gesagt haben, oh, ich bild mich weiter, ich mach was Spannendes und seitdem gibt es natürlich ganz, ganz viele von uns.

00:02:39: Also ich hab da großes Glück gehabt zur richtigen Zeit, die richtige Idee zu haben.

00:02:44: Also du hast ja gerade gesagt, du machst es jetzt im verflicksten siebten Jahr.

00:02:49: Genau.

00:02:50: Jetzt muss ich noch dazu sagen, weil ich fand das eigentlich einen der überraschendsten Aspekte.

00:02:56: dass du beides machst.

00:02:58: Also du machst sowohl Hochzeiten als auch Trauerreden.

00:03:04: Genau.

00:03:04: Da bin ich ein bisschen reingrutscht.

00:03:06: Also das Thema Trauer, Tod, das war immer schon für mich so gar kein Problem.

00:03:11: Also ich kann da super drüber reden.

00:03:12: Ich sag auch, wenn ich mal stirb, dann, ich weiß, es könne manche gar nicht.

00:03:16: Das vertragen die nicht.

00:03:17: Egal warum, ist auch völlig in Ordnung.

00:03:19: Das hat mir nur nie was ausgenacht.

00:03:21: Im Gegenteil, ich fand es sogar interessant.

00:03:23: Ich war zum Beispiel auch mal bei einem Vortrag von Marc Beneke.

00:03:26: Ich weiß nicht, ob du den kennst.

00:03:27: Nein.

00:03:27: Das ist Medical Detectives.

00:03:29: Früher hast du es nicht gesehen.

00:03:31: Dieser, oh Gott, wie heißt er noch mal?

00:03:33: Nee, Pathologe ist es nicht.

00:03:36: Kriminalbiologe ist es.

00:03:37: Genau.

00:03:38: Und der macht Vorträge eben um... Da geht's um Kriminalfälle, um Todesfälle und so weiter.

00:03:43: Mit Glatzel, mit den Ohrringen und so ein bisschen gothig.

00:03:47: Ist das einer, der über den Maden befallt sein kann, wie leicht die Leiche

00:03:52: ist?

00:03:52: Also ein bisschen gruselig, ja.

00:03:54: Und ich hab das schon immer so ein bisschen im Hinterkopf, aber ich hab vier Kinder und die sind damals so ziemlich klein gewesen.

00:04:01: Und ich musste natürlich überlegen, okay, was kann ich überhaupt schaffen?

00:04:03: Weil die Geister, die man ruft, muss man auch bedienen können.

00:04:06: Und ich wusste, der Markt ist da und dann bin ich tatsächlich ... Da kam Tag X, da kam der Anruf, du Nina, Mutter gestorben, kennst du, sie ist Macher.

00:04:15: Da habe ich gesagt, ja, ich habe das noch nicht gemacht.

00:04:17: Also ich habe zwar schon mal einen Lebenslauf für jemanden runtergelesen während einer Trauerfeier, aber eher privat.

00:04:23: Und dann habe ich gesagt, das wurscht mir, dass du das machst.

00:04:25: Und dann haben wir die erste Trauerfeier zusammen gestaltet.

00:04:27: und daraufhin, selbst der Bestar, du Nina, das hast du gut gemacht, dann habe ich gedacht, okay, cool, liegt mir wohl auch dieses Thema.

00:04:35: Muss mir auch gucken, ob das ankommt.

00:04:37: Und ja, daraufhin... lief das dann einfach aus so ein bisschen Tröpfelsweise und je mehr man macht, desto mehr ist mein Gespräch, desto mehr kommt über Mundpropaganda, das kommt natürlich ganz viel über Bestatter, die mir inzwischen natürlich auch vertrauen.

00:04:50: Und ja, wenn man da so ein bisschen sich seinen Namen erarbeitet hat, sage ich vorsichtig, weil jeder hat ja seinen Stil.

00:04:56: Ich bin eher so ein bisschen die Direkte, die wir schmunzeln auch mal bei einer Trauerfeier.

00:05:02: Also es ist nicht alles nur super traurig, traurig ist es sowieso.

00:05:05: Und wir schauen, dass wir das Leben in diesem Tag nochmal bringen.

00:05:08: Und egal, ob das jetzt drum geht, ist eine Rednerin jung, alt, ist ein Mann, ist eine Frau, jeder hat so sein, oh, mir weiß lieber, es macht einen Mann, lieber eine Frau, lieber älter, lieber jünger.

00:05:17: Ja, und glücklicherweise gibt es dann Markt für mich.

00:05:20: Und viele sind sogar recht froh, dass ich komme und sage, okay, jetzt spreche ich mal eben, wie wir es machen.

00:05:26: Und viele sagen mir im Nachhinein, oh, sie haben so Angst vor dem Gespräch, ich kappte, aber sie haben schon lange immer so viel gelacht.

00:05:31: Wie heute.

00:05:33: Und das, weil wir einfach ans Schöne denken und sie mir so viel erzählen dürfen und können, das hätten die gar nicht erwartet.

00:05:41: Ich glaube, wer dich erlebt, der spürt, dass du in die Situation und in die Menschen hinein spürst.

00:05:52: Versucht man immer.

00:05:53: Ja, ich sage es mal Empathie.

00:05:58: hat man oder man hat sie nicht, das ist für mich wie Charisma.

00:06:02: Und du hast offenbar einen Zugang zu Menschen.

00:06:05: Ich glaube, das ist für viele auch ganz heilsam, gerade im Trauerprozess, aber natürlich auch beim glücklichsten Tag.

00:06:13: Ja, beibei müssen beide die emotionalsten Tage im Leben unter anderem.

00:06:19: Klar, kommen noch Geboten und andere schöne Sachen oder traurige Sachen, aber das gehört schon so zu den Top fünf der emotionalsten Tage in so einem Leben.

00:06:28: Und ich glaube, weiß ich aus eigener Erfahrung.

00:06:32: Manchmal ist es viel einfacher fremden Menschen.

00:06:38: Seine Gefühle an zu vertrauen als irgend wem anders.

00:06:42: Das wird mir vielleicht selber ausgehen und ich sag auch immer zu Freunden und Verwandten, wenn irgendwas im Raum schwebt, dass ihr müsst mich fein nicht fragen.

00:06:49: Ich verstehe das voll, wenn ihr eine neutrale Person braucht und wollt.

00:06:53: Und bin ich manchmal sogar eher froh, wenn sie sagen, du, wir hätten gerne jemand, der uns sei völlig in Ordnung.

00:06:57: Also bin ich eher froh, wenn man das weiß, dass man das so möchte.

00:07:01: Es gibt ja Möglichkeiten und ich unterstützt da sogar gerne jemanden zu finden dann.

00:07:06: Ja, sehr schön.

00:07:07: Ja.

00:07:08: Wie kriegst du den Übergang hin?

00:07:09: Hast du so eine Art Schleuse, wenn du dann zu deinen vier Mäusen nach Hause gehst?

00:07:15: Nee, das ist wirklich, für mich ist das alles Leben.

00:07:19: Klar, einmal geschäftlich, geschäftlich, privat.

00:07:21: Natürlich gibt es eine Trennung.

00:07:23: Aber ich komme wirklich von ganz, ganz, ganz schlimmen Schicksals schlägen, also aus den Gesprächen raus und hol meine Kinder vom Kindergarten ab zum Beispiel.

00:07:32: Und ich bin da so dankbar.

00:07:33: Also ich nehme da ganz viel Dankbarkeit mit, gerade wenn ich jetzt aus den Schweren Gesprächen rauskommen und denken, wow, ich habe vier gesunde Kinder.

00:07:41: Uns fehlt an nichts.

00:07:42: Wir haben ein Dach über dem Kopf.

00:07:44: Uns geht es soweit gut.

00:07:45: Und dieses jammener höchstem Niveau ist ja in Deutschland und auch vielleicht in Österreich so ein bisschen verankert.

00:07:52: Und das habe ich mir eigentlich ziemlich abgewöhnt.

00:07:54: Das war ich eh noch nie der Typ dafür, aber seitdem lebt jeden Tag als wärs der Letzte.

00:07:59: Und kuschelt deine Kinder und wenn daheim halt mal ein Sauerstall ist, dann ist es halt an dem Tag ein Sauerstall.

00:08:03: Aber ja, das Gefühl ist da.

00:08:07: dieses Bewusstsein.

00:08:09: Aber die Klarheit ist trahlst du auch aus.

00:08:12: Ja,

00:08:12: okay.

00:08:14: Aber die ist auch notwendig, sonst würden dir die Menschen ihre Geschichten und ihre, ja, ihre Last nicht anvertrauen.

00:08:24: Ja, ich glaube, das hat man immer.

00:08:25: Ich sage immer so zum Spaß im Privat noch.

00:08:26: Bei mir steht Mutter Theresa auf der Stirn, weil bei mir kommen ganz willig auch Privat.

00:08:32: Ich muss mir mal kurz ausgleichen.

00:08:33: Aber das ist ja gut so.

00:08:34: Und Gott sei Dank, ich habe glücklicherweise warum auch immer eine relativ hohe Resilienz und die gebe ich auch gerne mit.

00:08:40: Also ich bin da gern für die Leute da, manche sagen auch Helfer-Syndrom.

00:08:45: Natürlich gibt es Grenzen, aber ich glaube, es gibt schon Menschen, die da einfach sehr empathisch und ich schwätzt zwar viel, aber ich kann auch gut zuhören und ich glaube, das ist halt das Thema, was man gerade in dem Beruf auch braucht.

00:08:57: Einfach mal Schnabel halten und zuhören und dann ganz wichtig auch filtern, weil es gibt natürlich Gespräche.

00:09:03: Egal, ob das jetzt Trauerung oder Trauer ist, da sitzen ganz selten Bringen auch Brautpaare, Trauzeugen zum Beispiel zum Gespräch mit.

00:09:11: Und wenn halt fünf Leute gleichzeitig was erzählen, also das zu sortieren, dann muss sie dann am Anfang sagen so, Entschuldigung, ihr muss das mal ganz kurz unterbrechen, weil sonst keine Chance, das durchzuarbeiten, gell?

00:09:23: Ja.

00:09:24: Sehr schön.

00:09:25: Und was man bei dir auch spürt, du hast sie irgendwo mal gesagt, ist das Erfüllende.

00:09:32: Ja.

00:09:32: Und ja, ja, ja.

00:09:34: Das ist das, was ich immer sage.

00:09:35: Menschen, die irgendwie ihren Sinn gefunden haben, ihr wofür die Strahlen und die Strahlen, was ab, was andere ansteckt.

00:09:46: Das macht es dann auch aus, mit dir zusammen zu arbeiten.

00:09:51: Ich glaube, da du die zwei, es gibt eigentlich nur noch diese beiden.

00:09:56: Tage in unserem Leben.

00:09:58: Alle anderen Rituale sind ja weitestgehend ausgeixt worden.

00:10:02: Also es ist die Hochzeit auf der einen Seite und das ist die Beerdigung.

00:10:07: am Ende des Lebens und eigentlich ist es Hochzeit und Abschied.

00:10:13: Das ist auch, ich sage immer, das sind eigentlich die einzigsten beiden Tage, wo die Familie wirklich im Großen und Ganzen mal wieder zusammen kommt.

00:10:21: Klar, bei der Hoch-Hochzeit im positiven und ausgelassenen Feiern, aber auch bei einer Trauerfall, bei einem Abschied, kommt natürlich auch ein bisschen auf die Umstände mal an, warum die Abschiedsfeier stattfinden muss.

00:10:34: Auch die können tatsächlich ... ins positive Umschwingen im Sinne von, wenn es auch ein sehr erfüllt, ... ... das langes Leben war zum Beispiel, ... ... der wirklich danach nur gessen, trunken, glacht, ... ... einfach übers Leben geschwärmt und ... ... ja, manchmal sind die Familien wirklich ... ... auf der ganzen Welt verteilt ... ... und dann kommen die alle wieder zusammen ... ... und freuen sich, ... ... auch wenn es ein trauriger Tag ist, ... ... dass man sich widersieht.

00:10:55: Man kriegt sich jetzt selbst Gänsehauern, wenn du es erzählst.

00:10:57: Ja, ja, ja, weil so ist ...

00:10:58: Auf eine Hochzeit, das sag ich mal ganz gerne, ... ... ja, je nachdem, wenn es passt.

00:11:02: Das ist ein Fest, das in dieser Konstellation so nie wieder stattfinden wird, gell?

00:11:06: Weil das sind ja beide Familien, die sich dort treffen.

00:11:08: Es gibt ganz selten sogar mal den Moment, dass sich die Familien vorher noch nie gesehen haben.

00:11:12: Und dann sage ich auch mal, lern's euch kennen, habt Spaß miteinander, nehmt die Situation an und macht's was draus, weil das ist einzigartig, absolut einzigartig.

00:11:21: Ich habe letztens ein Prost rausgegeben mit dem Satz, glücklich wird, wer andere glücklich macht.

00:11:29: Und du machst Menschen glücklich, weil ich sage zumal die Hochzeitspaare auf jeden Fall.

00:11:35: Was hab ich gelesen?

00:11:35: Hundertzwanzig hast du immerhin schon ... Ich glaub,

00:11:38: es sind mehr auf der ... Auf der Humpage, schau mal, ich hab' ich vor zwei Jahren neugend, da hat man mal irgendwas halt reingeschrieben, dass was drinsteht, also dass man sieht, okay, sie ist jetzt nicht erst seit einem Jahr unterwegs, sind inzwischen echt schon deutlich mehr und Trauerfahren sind's auch schon viele, aber man kann auch ... Angehörige glücklich machen mit einer schönen... Ich erinnere mich nur gut an die Situation.

00:11:59: Das war eine sehr große Trauerfeier nach langer Krankheit, also nicht so schön.

00:12:04: Und dann kam ein Gast, also niemand von der Familie zu uns und der Bestatter steht neben mir und die Dame sagt zu mir... Ich weiß nicht, ob man das so sagen darf, aber es war voll schön.

00:12:15: Und dann hat er mir gleich das Wort abgeschnitten und gesagt, ja, das darf man sagen, dass es schön war.

00:12:19: Und das ist auch gut so.

00:12:20: Die Leute trauen sich fast nicht zu sagen, dass es schön war, weil darf man das überhaupt schön finden, weil es ist ja eigentlich was Trauriges.

00:12:27: Ja, ein Abschied darf und soll sogar schön sein.

00:12:30: Das soll mit einem guten Gefühl, auch wenn das Herz schwer ist, darf mit einem guten Gefühl begleitet sein.

00:12:36: Ich muss dir sagen, ich würde das sofort unterschreiben.

00:12:39: Ich finde... Auch wenn sich das jetzt im ersten Moment vielleicht etwas schräg anhört, ich finde Beerdigungen sehr

00:12:45: schön.

00:12:46: Das sind super schöne Tage, nicht wegen dem Anlass, sondern in erster Linie eigentlich deswegen, weil es kommt so selten vor, dass ganz viele Menschen in einem Raum sind und an eine Person denken im gleichen Moment.

00:13:06: Das hat so viel

00:13:07: Kraft.

00:13:09: Und diese Ruhe oft.

00:13:11: Ja, weil sie alle in sich gehen und ihre Gedanken demjenigen schenken, der jetzt

00:13:21: von uns gegangen ist.

00:13:21: Der fällt mir gerade nur was dazu ein, wenn du sagst, es ist schön, wenn alle so... Ich habe mal gelesen und das ist so ein bisschen mein Mantra, wo ich auch versuche, ein bisschen mit einem Alltag mitzunehmen.

00:13:31: Warum sagen wir den Menschen nicht schon zu Lebzeiten all das, was wir während der Trauerfeier sagen?

00:13:38: Auch ein schöner Spruch, immer wieder als Lügensofiglogen, wie auf einer Trauerfeier oder auf einer Beerdigung, kann ich nur bedingt unterschreiben, weil ich kann natürlich nur mit den Informationen arbeiten, die mir gegeben werden, ob wie viel Wahrheit oder wie viel Nicht-Wahrheit da drinsteckt.

00:13:50: Das weiß ich nicht.

00:13:52: Aber ich finde, man soll viel mehr im Alltag und im aktiven Leben und nicht erst wenn es im Ende zugeht, zu sagen, hey du bist toll, wow, schau mal was du leistest.

00:14:01: Ich finde es toll, dass du dies und jenes gut kannst und danke.

00:14:04: Das kommt manchmal zu spät.

00:14:06: Und deshalb vielleicht hört der der eine oder andere zu oder die eine oder andere, wo sagt, oh stimmt eigentlich, weil Mama richtig verstrucken, weil sie mich so gut unterstützt, was ich ganz viel immer macht bei mir ist das ein riesen Thema.

00:14:18: Weil immer diese Geschenke und so weiter, das ist die eine Sache.

00:14:21: Ich finde dieses Materielle hat ja fast jeder alles, was er braucht.

00:14:25: Aber so ein richtig ehrlich liebes Wort oder auf Papier mal auf eine richtig schöne Karte.

00:14:30: Wer kriegt es noch?

00:14:31: Wer macht das schon?

00:14:34: Ich sag die einfachen Dinge, die die gar kein Geld kosten.

00:14:40: Wie du sagst, mal ein paar Gedanken zu Papier bringen oder sagen wir gehen morgen mal spazieren.

00:14:47: Genau.

00:14:48: Und ich hole dich ab, hast Zeit, wir gehen vielstücken.

00:14:50: Ich hole dich ab, du musst dich um nichts kümmern, sei mein Gast.

00:14:53: Das geht doch jedem's Herz auf.

00:14:57: Es ist, ich sag's mal, die Freundlichkeiten, die kleinen alltäglichen Freundlichkeiten.

00:15:03: Die kleinen ganz großen, die erstmal ganz klein aussehen, aber

00:15:06: eigentlich eine große Wirkung haben.

00:15:09: Die sind so viel mehr wert als jedes gekaufte... Souvenir oder kleine Geschenk, was mal gedankenlos ist.

00:15:20: Für die Tante müssen wir noch was holen.

00:15:22: Und das ist was?

00:15:23: Das ist auch so ein Ding.

00:15:24: Ich kriege ja wahnsinnig viele Lebensgeschichten erzählt.

00:15:26: Oft natürlich auch von erwachsenen Kindern über ihre Eltern, die versterben und die erinnern sich nicht an den Reichtum, die erinnern sich nicht an den Mercedes.

00:15:34: An was die sich erinnern?

00:15:36: Bei uns durften immer alle Freunde sein und die durften sogar mitessen.

00:15:39: Und die haben mit uns Karten gespielt.

00:15:41: Die ist mit uns in Spiele lang gegangen.

00:15:43: Die haben was mit uns getan gemacht.

00:15:44: Die haben uns gesehen als Kind.

00:15:47: Wir haben keine Ärger gekriegt, wenn wir einen Blödsinn gemacht haben.

00:15:51: Die haben uns geholfen, aus dem Ärger wieder rauszukommen.

00:15:53: Jeder sagt, wir haben finanziell gegenseitig gut und so.

00:15:55: Aber das interessiert niemanden unterm Strich.

00:15:58: Sondern dieses Wie war man zueinander?

00:16:01: Wie hat man einander wirklich gesehen?

00:16:03: und nicht nur... Ich schau dich an, sondern auch hinter die Kulissen.

00:16:06: Das versucht man natürlich auch ein bisschen mitzunehmen.

00:16:10: Aber das Schöne ist, das fand ich an deiner Geschichte so interessant.

00:16:15: Du kannst ja den Eheparen... Aus deiner Erfahrung, der Trauerredner.

00:16:23: Du kriegst ja quasi ganz viel Leben erzählt.

00:16:27: Und du kannst ja jetzt aussehen, erzählten Leben so ein paar Empfehlungen ableiten.

00:16:33: Das mache ich tatsächlich gar nicht.

00:16:35: Nein,

00:16:35: weil die kommen ja zu mir und möchten ihr Hochzeit planen.

00:16:39: Der werde ich ja in Teufel tun und denen irgendwie erzählen, wie es gut wird.

00:16:43: Das ist ja alles gut in so einem Moment, wenn man ihr Hochzeit plant.

00:16:46: Ich gebe natürlich im Sinne der Feier an sich ein Tipp.

00:16:50: Zum Beispiel, hey, nehmt euch mal fünf Minuten auf die Seite, stellt euch auf eine Empore und guckt auf eure Feier so wirklich aus der Vogelperspektive und genießt es für euch und seid nicht nur im Strudel drin, weil das rennt an einem vorbei der Hochzeitstag.

00:17:05: Aber wenn man sieht mal wirklich so, ich habe jetzt auch, nächsten Samstag habe ich ein Hochzeitsparty sagen, sie wollen nach der Trauung erst mal, dass die Gäste was trinken gehen und sie nehmen sich raus.

00:17:14: Sie gehen, ich weiß nicht, in den Saal irgendwo und haben dann ein bisschen Zeit für sich.

00:17:19: Und solche Dinge gebe ich natürlich schon mit, aber jetzt auf die E oder aus Zusammensein.

00:17:23: Das fände ich fast schon so ein bisschen übergriffig, weil ich kenne die ja nicht wahnsinnig gut, so gut wie es nötig ist natürlich für die Feier.

00:17:30: Aber ja, weiß ich nicht.

00:17:32: Das würde ich mir tatsächlich nicht rausnehmen.

00:17:34: Da bin ich dann doch mehr Zuhörer als Aktiv-Tippgeber.

00:17:38: Ja, ja, ich dachte jetzt eher so an die Geschichte, dass Leute am Ende des Lebens rückblickend nicht die Sachen bereuen, die sie falsch gemacht haben, sondern die, die sie nicht gemacht haben.

00:17:51: Richtig.

00:17:51: Und allein so einen Satz dem Paar mitzugeben.

00:17:55: Überlegt euch, was ihr rückblickend vielleicht gerne gemacht hättet.

00:17:59: Und macht's.

00:18:01: Genau.

00:18:02: Das ist dann was, das kann man vielleicht mit ein, zwei Sachen in die Rede dann so rein schmuggeln.

00:18:06: So, ich wünsche euch irgendwie.

00:18:10: Aber das ist immer mit Vorsicht zu genießen, weil da kann sich der eine oder andere, also das ist allgemein beim Reden schreiben.

00:18:15: Einen sehr schmalen, gerade Worte haben Macht, sehr viel Macht.

00:18:20: Und ich bekomme auch ab und zu von Kollegen, also anderen Dienstleisterkollegen, die sehr viele Reden sehen.

00:18:25: Ich sehe ja nicht so viel, ich halte sie mehr.

00:18:28: Mensch, der oder die.

00:18:30: hat das und das gesagt.

00:18:30: Das fand ich irgendwie voll komisch.

00:18:32: Ich bin tatsächlich dankbar dafür, dass mir so was dann halt nicht passiert, weil man kann wirklich mit einem Satz, der gar nicht böse gemeint ist, aber der dann trotzdem ungünstig sein kann.

00:18:42: Und das ist mir sicherlich auch schon passiert, da würde ich mir gar nicht heilig sprechen, aber dieses Bewusstsein muss man sicher wirklich regelmäßig.

00:18:48: Es ist mir selber sogar bei einer Trauerfeier mal passiert.

00:18:51: Da habe ich gesagt, eine unbeschwerte Kindheit.

00:18:53: Dann habe ich um fünf Ecken im Hintergrund mitbekommen.

00:18:56: Was es hieß, wie kann ich so was sagen, der gute Mann ist im Krieg aufgewachsen.

00:19:01: Mir wurde aber erzählt, dass, ich wusste, dass es Kriegszeit war, aber es war eine sehr behütete Familie.

00:19:05: Also ich unterscheide immer zwischen der Gesamtsituation und aber der einzelne Mensch.

00:19:11: Und da habe ich auch gemerkt, wow, okay, das sollte nicht passieren.

00:19:15: Aber in dem Moment.

00:19:17: weiß ich gar nicht, konnte ich was dafür, konnte ich nichts dafür, weil ich das so aufgenommen hat in dieser, in seiner Bubble, wie man es so schön sagt, hatte er eine schöne Kindheit, er hat Mama, Papa gehabt, er war geliebt.

00:19:27: Ja gut, das Außenrunden des Chaos war ja klar und Einsatz, ein kleiner Satz und schon...

00:19:34: Ja wobei ich dir sagen muss, da bist du natürlich auf das... angewiesen, was dir die Menschen berichten.

00:19:41: Und ich kann dir von meiner Mutter sagen, die neunzehnundvierzig geboren ist und auch die ersten Jahre mittendrin im Kriegsende erlebt hat,

00:19:53: die

00:19:53: schwärmt von dieser Zeit.

00:19:55: So irre es klingt.

00:19:57: Sie sagte, das war für sie, da konnte man im Luftschutzbunker, durfte mal länger aufbleiben.

00:20:03: Sie kannten es nicht an, da scherzt es jetzt hart an.

00:20:06: Ich will nur sagen, für uns heute klingt das wie die Hölle.

00:20:10: Aber für die damals war es vielleicht in der Wahrnehmung

00:20:15: gar nicht so schlimm.

00:20:20: Aber das sieht man, man kann auch nie alle gleich abholen.

00:20:22: Das sage ich auch mal, sag ich zu meinem Brautpaar, ich werde eure Fußballerkollegen nicht gleich abholen wie eure Omas zum Beispiel.

00:20:29: Ich hoffe, dass sich jeden so gut es geht abholen, aber das Wichtigste ist, dass ihr glücklich seid und dass die grundsätzliche Stimmung schön und abholen und mitreißend ist.

00:20:37: Aber jeden Einzelnen, es wird immer irgendwo jemanden geben, der sagt, es hätte vielleicht anders gemacht oder das war mir zu humorvoll oder das war mir zu wenig humorvoll.

00:20:46: Das ist Risiko des Lebens.

00:20:48: Berufsrisiko.

00:20:49: Ja, aber auf der anderen Seite Dinge, die man oft macht, die man gerne macht, die werden auch immer besser.

00:20:57: Also insofern gehst du mittlerweile auch mit einer ganz anderen Erfahrung, mit einer Routine in die Reden rein.

00:21:03: Und trotzdem, solange ich mein Lampenfieber habe, mache ich es noch, wenn ich es nicht mehr habe, höre ich auf.

00:21:08: Das ist bei mir so die Gold in den Regeln, weil wenn mir der Tag nicht mehr so wichtig ist, dass ich selber eine gewisse Nervosität mitbringe, natürlich trotzdem professionelle Arbeitsweise und so weiter, aber so diese gewisse Anspannung, die muss sein, weil es ist einfach so wichtig der Moment.

00:21:23: Das finde ich übrigens jetzt super schön, dass du das ansprichst, weil das ist etwas, was viele auch im Business als Schwäche ausmachen.

00:21:34: So nach dem Motto, wenn jemand da vorne steht und präsentiert, anfängt zu schwitzen und ist nervös.

00:21:39: Und das sage ich Leute.

00:21:40: Es zeigt doch aus, dass ihm was dran liegt.

00:21:42: Ich würde sagen, wenn es ihm nicht wichtig ist, dann ist er nicht nervös.

00:21:50: Aber ich selbst bin auch höchst aufgeregt, wenn Dinge passieren, die mir wichtig sind.

00:21:55: bis hin dazu, dass man anfängt zu zittern und man lässt was fallen.

00:21:58: Aber ich

00:21:59: glaube, da kippt die Grundstimmung so allgemein langsam, dass es auch wieder wertvoller ist, nahbar zu sein, weg von dieser Perfektion hin zum authentischen Reden.

00:22:09: Und das ist natürlich mein Steckenpferd.

00:22:10: Ich bin keine, die da hochprofessionell Instagram-like und Pinterest-mäßig vorne steht.

00:22:15: Wir haben schon gelacht, dass uns die Tränen laufen sind.

00:22:18: Ich habe letztens bei einer Trauerverärschung die Stimme wegbrochen, weil es wirklich ein ganz, ganz, ganz extrem emotionaler Moment ist.

00:22:25: war.

00:22:25: Da war ein Recht erfahrener.

00:22:26: Wir starrt dabei mit dem, ah, Nina, hat die Frau auch schnell budst.

00:22:30: Da habe ich gesagt, also ganz ehrlich, ja, und ich schäme mich dafür überhaupt

00:22:34: nicht.

00:22:35: Wenn du

00:22:35: bei mir vorhin gestanden wärst, wärst du sie vielleicht ähnlich gegangen.

00:22:39: Also natürlich musst du eine gewisse Professionalität mitbringen.

00:22:41: Ich kann nicht bei jedem Einzug bei einer Braut heulen.

00:22:43: Ich kann nicht bei jedem Trauerfall mitheulen und kein Wort rauskriegen.

00:22:47: Aber in Extremsituationen, das sage ich dann, okay, ich muss jetzt auch erst mal einmal durch kurz durchatmen.

00:22:52: Und das ist doch total menschlich und zeigt doch, dass ich einfach voll dabei bin und nicht

00:22:58: nur

00:22:59: Job X, Y mache, sondern ja, ein Teil davon bin.

00:23:03: Das war echt... Neu, hat's dir halt auch putzt.

00:23:05: Hi, hi, hi.

00:23:06: Du hast noch blöd angeschwätzt.

00:23:09: Aber so läuft's halt, gell?

00:23:11: Also, ich find dieses Thema so schön, so emotional.

00:23:16: Und was du mir noch erzählt hast, ist, es gibt nicht so viele Junge.

00:23:22: Inzwischen schon, inzwischen schon.

00:23:24: Aber so vor sieben, acht Jahren gab's halt so hauptsächlich die pensionierten Fahrer oder weit weg halt jemanden.

00:23:31: Aber ... Du hast noch eine andere Qualität.

00:23:36: Ja, dass du sagst, dir ist eigentlich verhältnismäßig egal, wer da auf dich zukommt.

00:23:41: Ob das zwei Mädels sind, zwei Herren, gemischte Paare und es könnte auch mal vorkommen, was berichtet, dass es keine Ringe gibt.

00:23:50: Ja, also bei uns, ich glaube, ich weiß nicht, wie viele Zuhörer das Thema Freitrauen an sich kennen.

00:23:56: Inzwischen viele, aber es gibt tatsächlich noch viele, die es nicht können.

00:23:59: Das bedeutet... Ach, ich ersetze den Pfarrer ist jetzt sehr platt gesagt, aber es macht es verständlich.

00:24:05: Also es ist keine kirchliche Zeremonie, sondern eine Freie.

00:24:08: Das heißt, wir müssen gar keine Ringe tauschen.

00:24:10: Wir müssen nichts aus dem Gotteslob singen.

00:24:13: Wir können wirklich AC DC an Musik spielen.

00:24:15: Ich bin Chef Barfuß bei Reggae auf der Wiesig standen.

00:24:18: Sensationell.

00:24:20: Wir haben schon Schlösser von wirklich vom Keller bis ins letzte Türmechen gemietet gehabt und da ganz exklusiv gefeiert in irgendwelchen Schlosskeller.

00:24:29: Also, man kann wirklich machen, auf was man Bock hat.

00:24:31: Ich sage immer alles, was im legalen Bereich ist, ich bin dabei.

00:24:35: Ja, man, wichtig ist halt, dass es bei mir wirklich vom ersten Buchstaben bis zum letzten von der Rede individuell geschrieben.

00:24:41: Natürlich hat man natürlich so seine, inzwischen, wie man die Leute empfängt, natürlich ist das ähnlich, aber so die große ganze Trauung.

00:24:47: Es ist komplett individuell für die, für die ich das Brautpaar geschrieben und auch organisiert im Sinne vom Ablauf.

00:24:55: Also es gibt natürlich, machen gewisse Dinge Sinn, wieder Einzug und Ringtausch und so weiter.

00:24:59: Wenn man die Ringe tauschen will, Ja-Wort, will ich nur Ja sagen, will ich ein E versprechen, schreiben.

00:25:05: Es ist mir hart gesagt, wurscht Hauptsache ihr seid glücklich und ich stehe euch, hat letztens auch Familie zu uns gesagt, egal was man euch gefragt hat.

00:25:16: Ihr habt es immer gesagt, das ist kein Problem.

00:25:18: Es war zwar ein Trauerfall, aber das gilt auch in dem Fall für Hochzeiten.

00:25:21: Alles, was realisierbar ist, setzen wir mit euch um.

00:25:24: Und das ist halt, glaube ich, auch so eine Haltungssache.

00:25:27: Ich bin da kompliziert, sondern mir finden Lösungen.

00:25:29: Wenn ihr irgendwas im Internet sehen habt, dann gucken wir uns das zusammen an, können wir es umsetzen, ja, nein, vielleicht.

00:25:35: Viele Dinge sind halt auch im Internet schön anzuschauen, in der Realität aber doch hakelig umzusetzen.

00:25:41: Und da habe ich halt inzwischen ein Erfahrungswert, wo ich sage, ja, ich kenne das.

00:25:44: Ich weiß, es ist gut und es sieht toll aus.

00:25:47: Aber ich habe einen Vorschlag, wie wir es in der Realität einfach ein bisschen runder umsetzen können, weil manche Dinge einfach wahnsinnig langwierig sind.

00:25:53: Und dann können wir da mit Rat und Tat zur Seite stehen und das so machen.

00:25:58: Deshalb bringe, machen fast schon noch alle.

00:26:01: Aber ich habe auch Paare, die sagen, nee, wir haben es am Standesamt einmal getauscht.

00:26:04: Das brauchen wir jetzt an der freien Trauung auch nicht.

00:26:06: Oder sie machen es am Standesamt gar nicht und nur während der freien Trauung.

00:26:10: Weil auch am Standesamt muss man keine Ringe tauschen.

00:26:12: Das wissen viele gar nicht.

00:26:13: Man kann theoretischen Jogginghose ins Büro gehen und unterschreiben.

00:26:16: Ja.

00:26:17: Und wie ich von dir gehört habe, man kann sich die Ringe auch tätowieren lassen.

00:26:21: Ja, kann man auch.

00:26:24: Ich weiß es machen, aber nicht viele Tätowierer, weil das natürlich ein ganz sensibler Bereich ist.

00:26:30: Zum Tätowieren geht es, glaube ich, aber der scheinbar nicht lange schön bleibt, habe ich mir oft jetzt sagen lassen, weil ich habe immer mal wieder jemanden gesucht.

00:26:36: Und das ist einfach ein sehr bewegliches... Ja, keine Ahnung.

00:26:40: Ich musste jetzt ein Tattoovierer erklären, aber das bleibt scheinbar nicht lange schön.

00:26:45: Okay.

00:26:45: Ja, also ich habe es selber noch nicht auf gehabt, aber ich habe gerade bei einer Kollegin gesehen, da hat es für die Gäste nach der Trauung, wer wollte, konnte sich noch ein Tattoo stechen lassen zum Beispiel.

00:26:56: Also so als, es gab eine Photobox und es ist ein Kennever und ein Tattoovierer.

00:27:02: Das wird angenommen doch.

00:27:03: Ja, ja, ja, und nochmal.

00:27:05: Da würde mich jetzt interessieren, was war das deiner Meinung nach krasseste, was dir da widerfahren ist?

00:27:11: Also was was ich immer wahnsinnig krass finde, wenn wenn so Dinge sind, es braucht ein paar Kopfene im Helikopter oder solche Dinge, was ich als normalsterblicher halt einfach so nicht erlebt, oder eben wie ich war, wie ich das ganze Wochen in den Schloss gemietet, wirklich, der hat mich dann rumgeführt bis ins letzte Türmchen, wo eine Tischtennisplatte drin stand.

00:27:30: Also wir waren höher, als dass der Helikopter geflogen ist.

00:27:34: Dann war ich auch mal in der Nähe vom Gardasee in so einer ganz verwunschenen Location.

00:27:39: Das war bis heute... Da hat mir die Braut immer Fotos geschickt und ich dachte, es sieht echt schön aus.

00:27:44: Und wo ich dann da war, habe ich wirklich gedacht.

00:27:45: Und ich bin eigentlich jetzt nicht so fairy-tale und wow.

00:27:50: Aber ich bin da rein, da dachte ich, ich komme in eine andere verwunschtene Welt.

00:27:53: Also wirklich mit so ganz tiefen Trauerweiden, da ist ein Fluss durchgeflossen, den hast du aber nicht gehört, weil der so langsam... Also da kommst du an Ecken dieser Erde.

00:28:01: oder dieser Region, wo du einfach sonst nie hinkommen würdest.

00:28:03: Also manche Orte haben so eine ganz eigene Atmosphäre, eine ganz eigene Magie.

00:28:09: Na ja, Magie kann man es nennen.

00:28:11: Was nicht heisst, dass die besser oder schlechter sind als die, die hier regelmäßig in den typischen Locations macht, die haben alle ihren Reiz.

00:28:17: Aber das sind natürlich so Dinge, die nachhaltig in Erinnerung bleiben, wo man nicht so oft ist und doch schon sehr exklusiv sind.

00:28:24: Du schaffst Erinnerungen.

00:28:26: Ja.

00:28:27: Ja, ja, ja.

00:28:29: Wir schaffen Erinnerungen, also alle, die dabei sind.

00:28:33: Ja,

00:28:33: genau.

00:28:34: Was ein schönes Thema.

00:28:37: Und wie kam es denn dazu, dass du dann ein Podcast mit Musik untermalung.

00:28:46: Wie heißt das so schön?

00:28:47: Beats und Blablabla.

00:28:50: Ja, also Musikuntermalung gibt es im Podcast nicht, aber es kam daher, ich habe ein Reel auf Instagram, glaube ich, irgendwie gepostet.

00:28:57: Da war im Hintergrund die Musik von einem befreundeten Pianisten und ich habe dazu im Background irgendwas gesprochen.

00:29:03: und der schreibt zu Gaudi drunter, wow, das hört sich voll cool zusammen an mit der Musik, mach doch mal ein Podcast.

00:29:08: Dann sagt meine Freundin Sina, die DJ ist, wow, lass uns machen.

00:29:12: Und ich sage, nee, ich habe keine Zeit dafür.

00:29:14: Ich habe gar keine Lust auf die Technik, keine Lust.

00:29:18: Und sie war dann so feuer und Flammeer gesagt, sie kümmert sich um alles.

00:29:21: Ich muss, du musst die Blussnase und Schwätze, hat sie auch schon schwer, wie ich

00:29:24: gesagt habe.

00:29:26: Ja, und seitdem, ja, da haben wir ein Podcast, das ist einfach auch passiert.

00:29:31: Ich rutschte immer in so Dinge rein.

00:29:34: Also, ich kann es mir empfehlen, ich habe

00:29:36: zweimal reingehört.

00:29:38: Hört euch das immer an, ja, Beats und Blah, Blah.

00:29:42: Ja,

00:29:42: ist ein bisschen... Ja, mehr aus der Gaudi raus.

00:29:45: Das ist kein großer Sinn.

00:29:46: Wir erzählen so ein bisschen über Hochzeiten, über Fails, über schöne Momente.

00:29:52: Zum Beispiel Alkohol auf Hochzeiten.

00:29:53: Das ist auch ein Riesenthema.

00:29:54: Und da haben wir natürlich was zu erzählen.

00:29:57: Und ja, da kann man mal reinhören, wenn man will.

00:29:59: Das ist ganz lustig.

00:30:02: Wunderbar.

00:30:03: Du strahlst.

00:30:04: Ja, ich bin eine Frohnatur.

00:30:07: Genau.

00:30:07: Kannst nicht ändern.

00:30:10: Liebe Nina.

00:30:11: Lass dir tausend Dank sagen, für die Zeit.

00:30:14: Es war ein echter Spaß.

00:30:16: Ich hab zu danken.

00:30:17: Das kann sehr überraschend, aber ich freu mich riesig, dass ihr

00:30:21: zusammenkommt.

00:30:22: Ja, genau.

00:30:23: Weil ich glaube, das Wort, du hast vorhin gesagt, das Wort hat so viel Kraft und so viel Energie.

00:30:33: Manchmal wird es ein bisschen unterschätzt.

00:30:35: Und deswegen finde ich den Redesinn so wichtig.

00:30:41: Und er kann viel bewegen.

00:30:42: Und gerade bei deiner Arbeit mit Menschen kommt das Sinnstifende irgendwie fast täglich

00:30:49: vor.

00:30:50: Absolut.

00:30:50: Und jeder kann das auch ein bisschen in seinem eigenen Privaten mitnehmen und sagen, hey, ich achte nur ein bisschen drauf.

00:30:56: Und gelingt mir auch nicht jeden Tag.

00:30:59: Aber wenn man das ein bisschen mit ins Bewusstsein nimmt und vielleicht auch die Dinge mal ausspricht, bevor es dem Ende zugeht, dann kann man da wirklich ganz viel Schönes auch bewegen.

00:31:07: Schönes Schlusswort.

00:31:10: Ich danke dir.

00:31:11: Ich

00:31:11: hab dir zu danken.

00:31:12: Alles Gute.

00:31:13: Dir auch.

00:31:13: Danke dir.

00:31:14: Danke dir.

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